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Ehrungen

Friedrich Hopfner-Medaille Karl Rinner Preis

Karl Rinner Preis

Karl Rinner

Zur Förderung von hervorragenden internationalen Präsentationen und Publikationen von jungen österreichischen Wissenschaftlern/Innen verleiht die Österreichische Geodätischen Kommission jährlich den Karl Rinner Preis. Mit diesem Preis sollen auch die Verdienste von Prof.Dr.mult. Karl Rinner gewürdigt werden, der die österreichische Geodäsie auf vielfältige Art gefördert und zu großem internationalen Ansehen geführt hat.

[ Statuten ]

Preisträger:

Dr. Matthias Ehrhart, 2017

Curriculum Vitae

Ausgezeichnete Präsentation

Zusammenfassung:

Accurate Measurements with Image-Assisted Total Stations and Their Prerequisites

Video theodolites were used in the 1980s for highly accurate, automated measurements. However, they disappeared from the market and research on these instruments was done by only a few institutions using self-made prototypes. Because of the release of new-generation image-assisted total stations (IATS) by different manufacturers since 2004, these instruments have become relevant again for broader user groups. In this article, different error sources that occur when working with an IATS are assessed. The theoretical origins of these errors are discussed, their dependence on the measurement geometry is worked out, and strategies for avoidance and modeling are provided. In experimental geodetic network measurements, the impact of the different error sources on the results are evaluated. With standard deviations of a few 0.01 mm for the estimated three-dimensional (3D) coordinates, it is demonstrated that the telescope camera of a modern IATS can be used as a highly accurate measurement sensor.

Die Verleihung des Karl Rinner Preises an Dr. Ehrhart fand am 25.10.2018
im Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen statt.

Präsentation Festvortrag

Der Festvortrag wird in der Österreichischen Zeitschrift für Vermessung & Geoinformation veröffentlicht.

Sponsor Preisscheck:
Fa. LEICA Geosystems Austria https://leica-geosystems.com/de-at

Preisverleihung

Dr. Matthias Ehrhart
Dr. Matthias Ehrhart
Dr. Michael Schindelegger
Dr. Michael Schindelegger

Dr. Michael Schindelegger, 2016

Curriculum Vitae

Ausgezeichnete Publikation

Festrede und Festvortrag sind in der Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI), 105. Jahrgang, Heft 4/2017 veröffentlicht

Zusammenfassung:
Atmosphärische und ozeanische Einflüsse auf die jährliche Nutationsbewegung der Erde

Atmosphäre und Ozean sind komplexe, gekoppelte und ständig in Bewegung befindliche Systeme. Hoch- und Tiefdruckgebiete ziehen über mächtige Gebirgsketten, Winde werfen Ozeanwellen auf, und Meeresströmungen werden durch Temperaturdifferenzen oder Bodentopographie reguliert. Massenverlagerungen im Zuge solcher Zirkulationsprozesse stellen eine Hauptursache für Veränderungen der Erdrotation dar, die sich unter anderem als Tageslängenschwankung oder als Nutationsbewegung der Drehachse im Raum äußern. Die exakte Modellierung dieser Rotationssignale und der ihnen zugrundeliegenden geophysikalischen Prozesse stellt somit ein wesentliches Standbein moderner weltraumgestützter Messverfahren dar.

Die Studie widmet sich einer bisher unerklärten jährlichen Nutationswelle, die in Beobachtungen der Radiointerferometrie auf langen Basislinien als Anomalie mit ca. 3-4 mm Elongation an der Erdoberfläche auftritt. Es wird gezeigt, dass durch die Wahl sorgfältig validierter atmosphärischer Zustandsfelder in Kombination mit konsistent gerechneten numerischen Lösungen für die tägliche Ozeangezeit S1 eine Erklärung der jährlichen Nutationswelle innerhalb der formalen Beobachtungsfehler möglich ist. Grundlage für diese Übereinstimmung ist unter anderem die explizite Modellierung der internen Energieabführung im Ozean bzw. die Selbstanziehung von Wassermassen – Prozesse die in der geodätischen Erdsystemforschung bislang unberücksichtigt blieben. Die Arbeit liefert damit in einem größeren Kontext Leitlinien, wie hochfrequente ozeanische Massenverlagerungen für Anwendungen in der Erdrotation und Analysen des Erdschwerefelds zu modellieren sind.

Sponsor Preisscheck:
Bundesfachgruppe Vermessungswesen / Bundeskammer der ZiviltechnikerInnen:
https://www.arching.at

Sponsor Preisverleihung:
TU Wien/Forschungsgruppe Höhere Geodäsie:
http://hg.geo.tuwien.ac.at

Präsentation Festvortrag

Preisverleihung

Dr. Philipp Berglez, 2015

Curriculum Vitae

Ausgezeichnete Präsentation

Festrede und Festvortrag sind in der Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI), 105. Jahrgang, Heft 1/2017 veröffentlicht

Zusammenfassung:
Verwundbarkeit von GNSS – Eine Chance für Galileo (GNSS Interferenz Monitoring) Die Präsentation geht einleitend auf den Status und die aktuellen Probleme des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo ein, sowie darüber hinaus auf den weiteren Aufbau von Galileo, welcher mit dem Jahr 2020 abgeschlossen werden soll. Dann wird die volle Konstellation mit 24 Satelliten, 6 Reservesatelliten und dem Commercial Service erreicht werden. Der Einsatz von Satellitennavigation und davon abgeleitete Anwendungen ist heute weltweit gegeben und in vielen Bereichen von hoher wirtschaftlicher und strategische Bedeutung: Transportsysteme, Kommunikationssysteme, Energieversorgung, Banktransaktionen, ... Damit einher geht auch die Anforderung, dass Navigationssysteme einwandfrei funktionieren und auch nicht durch externe Einflussnahme gestört werden, was aber nicht zutrifft, wie anhand von Beispielen in der Präsentation gezeigt wird. In weiterer Folge wird der Vorteil der Galileo Signalstruktur gegenüber den GPS Signalen herausgearbeitet, speziell des PRS Signals, welches äußerst resistent gegenüber Jamming und Spoofing ist. Der Schwerpunkt der Präsentation liegt in der Beschreibung des GNSS Interferenz Monitoring (IM) Konzepts unter Verwendung von "Differential received signal strength". Die bisherigen Simulationen haben ergeben, dass die Lokalisierung eine GNSS Jammers, unabhängig von dessen Ausgangsleistung möglich ist. Die erreichbaren Genauigkeiten bei der Detektion des Jammers hängen von der Geometrie der IM-Module und dem Jammer ab. In weiteren Schritten wird das Konzept unter realen Bedingung getestet werden.

Kurzfassung des Festvortrages

Sponsor Preisscheck:
Bundessektion Ingenieurkonsulenten der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten
https://www.arching.at/baik 

Sponsor Preisverleihung:
Österreichischer Verein für Navigation http://www.ovn.at/Welcome.html

TU Wien/Forschungsgruppe Photogrammetrie http://photo.geo.tuwien.ac.at

Präsentation Festvortrag

Preisverleihung

Dr. Philipp Berglez
Dr. Philipp Berglez
Dr. Andreas Roncat
Dr. Andreas Roncat

Dr. Andreas Roncat, 2014

Curriculum Vitae

Ausgezeichnete Publikation

Festrede und Festvortrag sind in der Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI),
104. Jahrgang, Heft 4/2016 veröffentlicht

Full-Waveform-Lidar erlaubt es, sowohl geometrische wie auch radiometrische Information von Oberflächen in der gleichen räumlichen Auflösung zu erhalten. Daher hat diese Datenerfassungsmethode innerhalb der letzten zehn Jahre eine wachsende Aufmerksamkeit in der 3D-Fernerkundung und verwandten Disziplinen erhalten. Diese radiometrische Information kann einerseits auf ein einzelnes Echo bezogen sein, z.B. eine Echo-Amplitude oder eine Echobreite, oder andererseits auf die erfasste Oberfläche selbst, wie etwa der sogenannte Rückstreuquerschnitt.

Echoparameter wie die beiden eben erwähnten, welche meist durch eine Gauß-Zerlegung der Echowellenform bestimmt werden, sowie Oberflächeneigenschaften, die (geo-)physikalische Größen darstellen und daher unabhängig von den Parametern der Datenerfassung sind, werden zu den Zusatzattributen einer Laserscanning-Punktwolke gezählt.

Der Rückstreuquerschnitt wird gewöhnlich durch eine Rückfaltung ermittelt, deren Resultat die Ableitung des Rückstreuquerschnitts nach der Zeit darstellt, also den differentiellen Rückstreuquerschnitt. Der Rückstreuquerschnitt wird daher durch anschließende Integration errechnet. Bisher fand der zeitliche Verlauf des differentiellen Rückstreuquerschnitts wenig Beachtung in der Literatur. In diesem Artikel wird die Ableitung zusätzlicher Oberflächenparameter auf Basis der statistischen Momente des differentiellen Rückstreuquerschnitts behandelt. Neben der Untersuchung der Anwendbarkeit etablierter Rückfaltungsverfahren für die Extraktion statistischer Momente des differentiellen Rückstreuquerschnitts wird das Hauptaugenmerk auf einen B-Spline-basierten Rückfaltungsansatz gelegt. Uniforme B-Splines ermöglichen es nämlich, die Rückfaltung in einem linearen Ansatz zu lösen, und anschließend eine radiometrische Kalibrierung durchzuführen. Ein Beispieldatensatz aus einer ausgedehnten Lidarkampagne in einem hochalpinen Gebiet zeigt das Potential dieses Ansatzes auf.

Sponsor: Bundessektion Ingenieurkonsulenten
der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten

Internet: www.arching.at/baik/

Preisverleihung

Dr. Hana Krásná, 2013

Curriculum Vitae

Ausgezeichnete Publikation

Festrede und Festvortrag
sind in der Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI),
102. Jahrgang, Heft 4/2014 veröffentlicht

Zusammenfassung:
Bestimmung von Tidal Love- und Shida Zahlen
unter Verwendung von geodätischen VLBI Messungen

Die Gravitationswirkung der Sonne und des Mondes auf die Erde verursacht eine Deformation der Erdoberfläche, die täglich bis zu mehreren Dezimetern in der vertikalen Richtung betragen kann. Die Verschiebung der Erdoberfläche ist eine Funktion der sog. Love Zahlen (vertikale Richtung) und der Shida Zahlen (horizontale Richtung). Bei den heutigen hohen Genauigkeitsanforderungen der Geodäsie müssen die Love und Shida Zahlen in komplexer Form angegeben werden, wobei der imaginäre Teil die Anelastizität des Erdmantels ausdrückt. Außerdem muss man die einzelnen Tiden innerhalb der verschiedenen Frequenzbänder unterscheiden. Andererseits ermöglichen die hochgenauen Weltraumverfahren der Geodäsie, wie z.B. die VLBI (Very Long Baseline Interferometry), Informationen über die geophysikalischen Parameter aus den Beobachtungen abzuleiten und damit die theoretischen Modelle zu validieren. In der vorliegenden Arbeit werden die Love und Shida Zahlen der zwölf täglichen und fünf langperiodischen Tiden aus einer Gesamtlösung aller geeigneten
VLBI-Daten aus den letzten 27 Jahren (1984.0 – 2011.0) geschätzt.

Sponsor: Bundessektion Ingenieurkonsulenten
der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten

Internet: www.arching.at/baik/

Preisverleihung

Dr. Hana Krásná
Dr. Hana Krásná
Dr. Elmar Wasle
Dr. Elmar Wasle

Dr. Elmar Wasle, 2011

Curriculum Vitae

Ausgezeichnete Publikation

Festrede und Festvortrag sind in der
Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI), 100. Jahrgang, Heft 4/2012 veröffentlicht

Zusammenfassung:
Ein zentrales Element beim reibungslosen Zusammenspiel wirtschaftlicher Abläufe ist das gut ausgebaute und asphaltierte Straßennetz der Europäischen Union. Dementsprechend regelmäßig werden die stark frequentierten Wirtschaftsarterien erneuert und ausgebaut.
Die für die Straßenrenovierung notwendigen Baustellen, führen allerdings zu massiven Einschränkungen im Verkehrsfluss, was sich jährlich mit mehreren Milliarden Euro an Kosten niederschlägt. Eine gesteigerte Qualität der Asphaltierarbeiten führt zu einer höheren Lebensdauer der Straßen und stellt damit einen massiven wirtschaftlichen Faktor dar.
Die Satellitennavigation kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Abläufe im Straßenbau zu optimieren und damit die Eigenschaft und Lebensdauer der Asphaltbeläge wesentlich zu beeinflussen. Wieder einmal leisten Geodäten Pionierarbeit, um die Wege der Zukunft sprichwörtlich zu asphaltieren.

Sponsor: Vermessungsbüro Rinner, Graz
Internet: www.vermessung-rinner.at

Preisverleihung

Dr. Tobias Nilsson, 2010

Curriculum Vitae

Ausgezeichnete Publikation

Festreden und Festvortrag
sind in der Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI),
100. Jahrgang, Heft 3/2012 veröffentlicht

Zusammenfassung:
Wetter und Klima: Signal und Rauschen in der Geodäsie.
In der Atmosphäre der Erde spielt sich nicht nur das Wetter ab sondern langfristige atmosphärische Veränderungen beeinflussen das Klima auf der Erde. In der Geodäsie wird die Atmosphäre schon immer als einer der Hauptstörfaktoren geodätischer Beobachtungen gesehen. Umgekehrt können heutzutage die Messungen geodätischer Weltraumverfahren (z.B. Global Navigation Satellite Systems, Very Long Baseline Interferometry, …) verwendet werden, um wichtige Informationen über das Wetter und Klima zu erhalten, die für Meteorologen und Klimaforscher von besonderem Interesse sind. Die durch die Troposphäre verursachte Beugung eines Strahls wirkt sich auf die Signale in Form einer Verzögerung aus. Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, muss dieser sog. Delay bei der Auswertung von weltraumgeodätischen Beobachtungen korrigiert werden. Das geschieht üblicherweise über die Schätzung entsprechender unbekannter Parameter, z.B. den Delays in Zenitrichtung. Dennoch können atmosphärische Verzögerungen nicht völlig fehlerfrei modelliert werden und es kommt  dadurch zu Ungenauigkeiten in den geodätischen Zielgrößen wie z.B. den Positionen der Beobachtungsstationen. Die Atmosphäre verursacht aber nicht nur Fehler in den Messungen, sondern sie ermöglicht auch viele neue Perspektiven für die Geodäsie. So enthalten die atmosphärischen Delays wertvolle Informationen über den Zustand der Atmosphäre (Luftfeuchtigkeit, Luftdruck etc.) und  geodätische Weltraumverfahren können somit für Untersuchungen der Atmosphäre und des Klimas verwendet werden.

Sponsor: Leica Geosystems Austria GmbH
Internet: www.leica-geosystems.at

Preisverleihung

Dr. Tobias Nilsson
Dr. Tobias Nilsson
Dr. Helmut Woschitz
Dr. Helmut Woschitz

Dr. Helmut Woschitz, 2008

Curriculum Vitae

Laudatio

Ausgezeichnete Publikation

Festreden und Festvortrag sind in der Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI),
98. Jahrgang, Heft 1 / 2010 veröffentlicht.

Entwicklung einer langarmigen faseroptischen Strain-Rosette zum Monitoring eines Rutschhanges

Zusammenfassung:
Sensoren faseroptischer Messsysteme können direkt in Objekte eingebettet werden und liefern Informationen über das Verhalten aus dem Inneren des Objektes. Für eine Anwendung zum Monitoring eines Rutschhanges wurde eine langarmige Strain-Rosette entwickelt. Herausforderungen dabei waren die zur Untersuchung des Rutschverhaltens notwendige hohe Präzision der verwendeten interferometrischen SOFO-Systeme (2 µm für statische Messungen und 10 nm für dynamische Messungen bei 1 kHz) und die dadurch bedingte mangelnde Möglichkeit, durchgreifende Kontrollmessungen im Feld durchzuführen. Herkömmliche geodätische Messsysteme sind dafür zu ungenau (etwa Faktor 10). Bei der Einbettung der Sensoren in den Rutschhang war aber auch die repräsentative Verankerung der Sensoren mit dem Erdmaterial kritisch. Ziel der Entwicklung ist es, mit statischen und dynamischen Messungen Informationen über das lokale Verformungsverhalten zu erhalten, die bei der Erforschung der Ursache der tiefreichenden Massenbewegung von großer Bedeutung sind. Die erfolgreiche Entwicklung der Strain-Rosette und deren intensiver Test belegen die hohe Leistungsfähigkeit der Rosette und der verwendeten Sensorik. Die Bedeutung der faseroptischen Sensorik steigt rasant und diese könnten in Zukunft eine entscheidende Rolle bei Monitoring-Aufgaben spielen.

Sponsor: Bundessektion Ingenieurkonsulenten
der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten

Internet: www.arching.at/baik/

Preisverleihung

Dr. Paulo Jorge Mendes Cerveira, 2007

Laudatio

Publikation

Festreden und Festvortrag
sind in der Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI),
97. Jahrgang, Heft 4 / 2009 veröffentlicht.

Die Rotation der Erde

Zusammenfassung:
Es wird ein kurzer geschichtlicher Überblick über die Erdrotation gegeben, wobei auch rezentere Ergebnisse präsentiert werden. Weltzeit- oder Tageslängenschwankungen sind recht einfach zu verstehen (bis auf die Effekte des Erdinneren). Aber, eine Herausforderung für jeden Geodäten stellt der Unterschied zwischen Präzession-Nutation und Polbewegung dar.

Sponsor: Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten
für Steiermark und Kärnten
www.aikammer.org

Dipl. Ing. Dr. techn. Paulo Jorge Mendes Cerveira
Dr. Paulo Jorge Mendes Cerveira

Dr. Alexander Reiterer
Dr. Alexander Reiterer

Dr. Alexander Reiterer, 2006

Festreden und Festvortrag sind in der Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI),
95. Jahrgang, Heft 4 / 2007 veröffentlicht.

„Intelligente“ Steuerung bildgebender Sensoren in der Ingenieurgeodäsie

Zusammenfassung: In der Vergangenheit benötigten Messsysteme meist künstliche Messmarken für die online Erfassung relevanter Messpunkte. In der modernen Bauindustrie sind solche Messmarken aus ästhetischen Gründen meist nicht erwünscht bzw. deren Anbringung häufig zu kostspielig. Bildgebende Sensorsysteme sind heute in der Lage, Messungen ohne signalisierte Messpunkte durchzuführen. Solche Messsysteme nutzen die Oberflächentextur des Objektes, um die künstlichen Messmarken zu ersetzen. An der Technischen Universität Wien wird seit geraumer Zeit an der Erforschung und Entwicklung solcher Messsysteme gearbeitet. Hauptaugenmerk wurde dabei auf die Automatisierung des Messprozesses gelegt. Dieser Beitrag bildet eine Zusammenfassung des Vortrages, der anlässlich der Karl-Rinner Preisverleihung an der TU-Graz gehalten wurde. Zudem stellt er eine gekürzte Fassung des veröffentlichten Papers (Reiterer, A.: The development of an online knowledge-based videotheodolite measurement system. Knowledge-Based Systems Journal, Nr. 20, S. 73-85, 2007) dar – für eine detaillierte Beschreibung sei auf den ungekürzten Text verwiesen.

Dr. Andreas Wieser, 2005

Festreden und Festvortrag
sind in der Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI),
95. Jahrgang, Heft 4 / 2007 veröffentlicht.

High-Sensitivity GPS: Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung

Zusammenfassung:
Der Wunsch, einen Mobiltelefonbenutzer automatisch zu lokalisieren, wenn er eine Notrufnummer wählt, sowie die steigende Nachfrage nach ortsbezogenen Diensten hat die Entwicklung von sogenannten high-sensitivity (HS) GPS Empfängern ange-trieben. Sie ermöglichen die Positionsbestimmung im Wald, in Straßenschluchten und selbst in Innenräumen. Während sich solche Empfänger bereits in Mobiltelefo-nen, einfachen Navigationsgeräten und anderen Massenmarkt-Artikeln finden, konn-ten sie sich in technischen Bereichen mit hohen Genauigkeitsanforderungen noch nicht etablieren. Woran liegt das? Haben die Anwender das Potential noch nicht er-kannt? Ist die Entwicklung noch nicht weit genug vorangeschritten? Dieser Beitrag gibt einen Einblick in die Grundlagen von HS-GPS. Es wird diskutiert, warum GPS Positionsbestimmung in abgeschatteten Bereichen überhaupt möglich ist, wie die Empfindlichkeit eines GPS Empfängers gesteigert werden kann, und wel-che zukünftigen Entwicklungen absehbar sind. Es zeigt sich, dass die Steigerung der Empfindlichkeit unweigerlich eine Reduktion der Genauigkeit bewirkt. Auch zukünftig wird HS-GPS in erster Linie für Anwendungen interessant sein, wo die Verfügbarkeit von Positionslösungen im Vordergrund steht, nicht die Genauigkeit.

Dr. Andreas Wieser
Dr. Andreas Wieser

Dr. Johannes Böhm
Dr. Johannes Böhm

Dr. Johannes Böhm, 2004

Festreden und Festvortrag sind in der Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI),
93. Jahrgang, Heft 3 / 2005 veröffentlicht.

Numerische Wettermodelle für die troposphärische Modellierung bei GPS und VLBI

Zusammenfassung:
Die mittels sogenannter Projektionsfunktionen (engl.: mapping functions) modellierte troposphärische Refraktion ist eine der wichtigsten Fehlerquellen bei der Auswertung von GPS- (Global Positioning System) und VLBI- (Very Long Baseline Interferometry) Beobachtungen. Fehler in diesen Funktionen wirken sich nicht nur auf die troposphärischen Laufzeitverzögerungen in Zenitrichtung aus, sondern aufgrund von Korrelationen auch auf die geschätzten Stationshöhen. Um die troposphärischen Projektionsfunktionen besser bestimmen zu können, sind in den letzten Jahren meteorologische Profile verwendet worden, die aus numerischen Wettermodellen erhalten werden. So liegen bei der Vienna Mapping Function (VMF) Daten des ECMWF (European Centre for Medium-Range Weather Forecasts) zugrunde. Untersuchungen zeigen, dass sich mit der VMF nicht nur die innere Genauigkeit der geodätischen Ergebnisse signifikant verbessert, sondern dass sich auch die Stationshöhen selbst im cm-Bereich ändern können.

Dr. Franz Rottensteiner, 2003

Festreden und Festvortrag
sind in der Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI),
95. Jahrgang, Heft 4 / 2005veröffentlicht.

Automatische Ableitung detaillierter Gebäudemodelle für 3D Stadtmodelle

Zusammenfassung:
Diese Arbeit behandelt die automatische Ableitung von 3D Gebäudemodellen aus Laserscannerdaten und Luftbildern. Der Arbeitsablauf umfasst zwei Schritte: die Detektion von Gebäuden und deren geometrische Rekonstruktion durch Polyedermodelle. Zur Gebäudedetektion wurde ein Verfahren entwickelt und getestet, das auf der Fusion von Laserscannerdaten und multispektralen Bildern nach der Methode von Dempster-Shafer beruht. Mit diesem Verfahren können Gebäude mit einer Fläche >120 m2 sehr verlässlich detektiert werden, wobei die Qualität der Ergebnisse mit kleiner werdender Gebäudefläche stark abnimmt. Die Gebäuderekonstruktion beginnt mit der Extraktion von Dachebenen. Diese Ebenen werden zu Polyedermodellen gruppiert, deren Parameter durch eine konsistente Ausgleichung aller verfügbaren Sensordaten geschätzt werden. Dies kann unter bloßer Verwendung von Laserscannerdaten erfolgen. Durch Kombination von Laserscannerdaten und Luftbildern sind allerdings verbesserte Ergebnisse zu erwarten.

Dr. Franz Rottensteiner
Dr. Franz Rottensteiner