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Ehrungen

Friedrich Hopfner-Medaille Karl Rinner Preis

Karl Rinner Preis

Zur Förderung von hervorragenden internationalen Präsentationen und Publikationen von jungen österreichischen Wissenschaftlern/Innen verleiht die Österreichische Geodätischen Kommission jährlich
den Karl Rinner Preis. Mit diesem Preis sollen auch die Verdienste von Prof.Dr.mult. Karl Rinner gewürdigt werden, der die österreichische Geodäsie auf vielfältige Art gefördert und zu großem internationalen Ansehen geführt hat.

[ Statuten ]

Karl Rinner

Preisträger:

Dr. Tobias Nilsson, 2010

Curriculum Vitae

Ausgezeichnete Publikation

Programm der Preisverleihung und des Festvortrages


Dr. Tobias Nilsson
Dr. Tobias Nilsson
Dr. Helmut Woschitz
Dr. Helmut Woschitz

Dr. Helmut Woschitz, 2008

Curriculum Vitae

Laudatio

Ausgezeichnete Publikation

Festreden und Festvortrag sind in der Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI),
98. Jahrgang, Heft 1 / 2010 veröffentlicht.

Entwicklung einer langarmigen faseroptischen Strain-Rosette zum Monitoring eines Rutschhanges

Zusammenfassung:
Sensoren faseroptischer Messsysteme können direkt in Objekte eingebettet werden und liefern Informationen über das Verhalten aus dem Inneren des Objektes. Für eine Anwendung zum Monitoring eines Rutschhanges wurde eine langarmige Strain-Rosette entwickelt. Herausforderungen dabei waren die zur Untersuchung des Rutschverhaltens notwendige hohe Präzision der verwendeten interferometrischen SOFO-Systeme (2 µm für statische Messungen und 10 nm für dynamische Messungen bei 1 kHz) und die dadurch bedingte mangelnde Möglichkeit, durchgreifende Kontrollmessungen im Feld durchzuführen. Herkömmliche geodätische Messsysteme sind dafür zu ungenau (etwa Faktor 10). Bei der Einbettung der Sensoren in den Rutschhang war aber auch die repräsentative Verankerung der Sensoren mit dem Erdmaterial kritisch. Ziel der Entwicklung ist es, mit statischen und dynamischen Messungen Informationen über das lokale Verformungsverhalten zu erhalten, die bei der Erforschung der Ursache der tiefreichenden Massenbewegung von großer Bedeutung sind. Die erfolgreiche Entwicklung der Strain-Rosette und deren intensiver Test belegen die hohe Leistungsfähigkeit der Rosette und der verwendeten Sensorik. Die Bedeutung der faseroptischen Sensorik steigt rasant und diese könnten in Zukunft eine entscheidende Rolle bei Monitoring-Aufgaben spielen.

Sponsor: Bundessektion Ingenieurkonsulenten
der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten
Internet: www.bsik.at

Preisverleihung

Dr. Paulo Jorge Mendes Cerveira, 2007

Laudatio

Publikation

Festreden und Festvortrag sind in der Österreichischen Zeitschrift für Vermessung und Geoinformation (VGI), 97. Jahrgang, Heft 4 / 2009 veröffentlicht.

Die Rotation der Erde

Zusammenfassung:
Es wird ein kurzer geschichtlicher Überblick über die Erdrotation gegeben, wobei auch rezentere Ergebnisse präsentiert werden. Weltzeit- oder Tageslängenschwankungen sind recht einfach zu verstehen (bis auf die Effekte des Erdinneren). Aber, eine Herausforderung für jeden Geodäten stellt der Unterschied zwischen Präzession-Nutation und Polbewegung dar.

Sponsor: Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten
für Steiermark und Kärnten
www.aikammer.org

Dipl. Ing. Dr. techn. Paulo Jorge Mendes Cerveira
Dr. Paulo Jorge Mendes Cerveira

Dr. Alexander Reiterer
Dr. Alexander Reiterer

Dr. Alexander Reiterer, 2006

Festreden und Festvortrag sind in der Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI),
95. Jahrgang, Heft 4 / 2007 veröffentlicht.

„Intelligente“ Steuerung bildgebender Sensoren in der Ingenieurgeodäsie

Zusammenfassung: In der Vergangenheit benötigten Messsysteme meist künstliche Messmarken für die online Erfassung relevanter Messpunkte. In der modernen Bauindustrie sind solche Messmarken aus ästhetischen Gründen meist nicht erwünscht bzw. deren Anbringung häufig zu kostspielig. Bildgebende Sensorsysteme sind heute in der Lage, Messungen ohne signalisierte Messpunkte durchzuführen. Solche Messsysteme nutzen die Oberflächentextur des Objektes, um die künstlichen Messmarken zu ersetzen. An der Technischen Universität Wien wird seit geraumer Zeit an der Erforschung und Entwicklung solcher Messsysteme gearbeitet. Hauptaugenmerk wurde dabei auf die Automatisierung des Messprozesses gelegt. Dieser Beitrag bildet eine Zusammenfassung des Vortrages, der anlässlich der Karl-Rinner Preisverleihung an der TU-Graz gehalten wurde. Zudem stellt er eine gekürzte Fassung des veröffentlichten Papers (Reiterer, A.: The development of an online knowledge-based videotheodolite measurement system. Knowledge-Based Systems Journal, Nr. 20, S. 73-85, 2007) dar – für eine detaillierte Beschreibung sei auf den ungekürzten Text verwiesen.

Dr. Andreas Wieser, 2005

Festreden und Festvortrag sind in der Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI),
95. Jahrgang, Heft 4 / 2007 veröffentlicht.

High-Sensitivity GPS: Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung

Zusammenfassung:
Der Wunsch, einen Mobiltelefonbenutzer automatisch zu lokalisieren, wenn er eine Notrufnummer wählt, sowie die steigende Nachfrage nach ortsbezogenen Diensten hat die Entwicklung von sogenannten high-sensitivity (HS) GPS Empfängern ange-trieben. Sie ermöglichen die Positionsbestimmung im Wald, in Straßenschluchten und selbst in Innenräumen. Während sich solche Empfänger bereits in Mobiltelefo-nen, einfachen Navigationsgeräten und anderen Massenmarkt-Artikeln finden, konn-ten sie sich in technischen Bereichen mit hohen Genauigkeitsanforderungen noch nicht etablieren. Woran liegt das? Haben die Anwender das Potential noch nicht er-kannt? Ist die Entwicklung noch nicht weit genug vorangeschritten? Dieser Beitrag gibt einen Einblick in die Grundlagen von HS-GPS. Es wird diskutiert, warum GPS Positionsbestimmung in abgeschatteten Bereichen überhaupt möglich ist, wie die Empfindlichkeit eines GPS Empfängers gesteigert werden kann, und wel-che zukünftigen Entwicklungen absehbar sind. Es zeigt sich, dass die Steigerung der Empfindlichkeit unweigerlich eine Reduktion der Genauigkeit bewirkt. Auch zukünftig wird HS-GPS in erster Linie für Anwendungen interessant sein, wo die Verfügbarkeit von Positionslösungen im Vordergrund steht, nicht die Genauigkeit.

Dr. Andreas Wieser
Dr. Andreas Wieser

Dr. Johannes Böhm
Dr. Johannes Böhm

Dr. Johannes Böhm, 2004

Festreden und Festvortrag sind in der Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI),
93. Jahrgang, Heft 3 / 2005 veröffentlicht.

Numerische Wettermodelle für die troposphärische Modellierung bei GPS und VLBI

Zusammenfassung:
Die mittels sogenannter Projektionsfunktionen (engl.: mapping functions) modellierte troposphärische Refraktion ist eine der wichtigsten Fehlerquellen bei der Auswertung von GPS- (Global Positioning System) und VLBI- (Very Long Baseline Interferometry) Beobachtungen. Fehler in diesen Funktionen wirken sich nicht nur auf die troposphärischen Laufzeitverzögerungen in Zenitrichtung aus, sondern aufgrund von Korrelationen auch auf die geschätzten Stationshöhen. Um die troposphärischen Projektionsfunktionen besser bestimmen zu können, sind in den letzten Jahren meteorologische Profile verwendet worden, die aus numerischen Wettermodellen erhalten werden. So liegen bei der Vienna Mapping Function (VMF) Daten des ECMWF (European Centre for Medium-Range Weather Forecasts) zugrunde. Untersuchungen zeigen, dass sich mit der VMF nicht nur die innere Genauigkeit der geodätischen Ergebnisse signifikant verbessert, sondern dass sich auch die Stationshöhen selbst im cm-Bereich ändern können.

Dr. Franz Rottensteiner, 2003

Festreden und Festvortrag sind in der Öst. Z. für Vermessung & Geoinformation (VGI),
93. Jahrgang, Heft 4 / 2005 veröffentlicht.

Automatische Ableitung detaillierter Gebäudemodelle für 3D Stadtmodelle

Zusammenfassung:
Diese Arbeit behandelt die automatische Ableitung von 3D Gebäudemodellen aus Laserscannerdaten und Luftbildern. Der Arbeitsablauf umfasst zwei Schritte: die Detektion von Gebäuden und deren geometrische Rekonstruktion durch Polyedermodelle. Zur Gebäudedetektion wurde ein Verfahren entwickelt und getestet, das auf der Fusion von Laserscannerdaten und multispektralen Bildern nach der Methode von Dempster-Shafer beruht. Mit diesem Verfahren können Gebäude mit einer Fläche >120 m2 sehr verlässlich detektiert werden, wobei die Qualität der Ergebnisse mit kleiner werdender Gebäudefläche stark abnimmt. Die Gebäuderekonstruktion beginnt mit der Extraktion von Dachebenen. Diese Ebenen werden zu Polyedermodellen gruppiert, deren Parameter durch eine konsistente Ausgleichung aller verfügbaren Sensordaten geschätzt werden. Dies kann unter bloßer Verwendung von Laserscannerdaten erfolgen. Durch Kombination von Laserscannerdaten und Luftbildern sind allerdings verbesserte Ergebnisse zu erwarten.

Dr. Franz Rottensteiner
Dr. Franz Rottensteiner


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